“Ach, so etwas wie …?” höre ich derzeit häufig, wenn ich Shoppero vorstelle. Und es liegt nahe, etwas Neues mit etwas Altem zu vergleichen, weil man das ja auch so halbwegs kennt und man dann meint, das Neue besser einordnen zu können.
Daher stelle ich mich hier gerne auf eine virtuelle Seifenkiste und erkläre: “Ja, es stimmt. Wir haben User-generated Content nicht erfunden, wir haben Produktbesprechungen nicht erfunden, wir haben Widgets nicht erfunden, wir haben die Beteiligungen der User an Einnahmen nicht erfunden, wir haben Tags nicht erfunden, ebenso wenig wie vieles andere.”
Aber: das war auch nie unser Anspruch. Wir haben uns von vielen großartigen Ideen inspirieren lassen, aber auch von vielen kleinen Gedankenblitzen, wir haben bei vielen Sites geguckt, was wir gut finden und was nicht, haben vieles adaptiert, einiges modifiziert und etliches haben wir noch nicht annähernd umgesetzt von dem, was wir vorhaben. Vieles fanden wir auch schlecht.
Was wir derzeit beim sog. Web 2.0 erleben, ist ein schnellerer Innovationszyklus, Produkte kommen immer schneller auf den Markt und viele Konzepte ähneln sich irgendwie, aber irgendwie dann doch nicht. Klar, es gibt viele direkte Clone von erfolgreichen Produkten, aber eben auch viele Produkte, die sich in Nuancen unterscheiden und diese Nuancen sind dann das Salz in der Suppe, die ein Produkt erfolgreich werden lassen.
Wir wurden natürlich auch inspiriert, von vielen Sites, wie z.B. ThisNext, die ich supercool finde, oder Kaboodle, oder FavoriteThingz, oder Wists oder Stylehive, natürlich kennen wir Criteo, Listall, Riffs oder Usuggest, und auch die deutschen Sites wie edelight, yieeha oder sogar Dealjäger kennen und schätzen wir, auch von ciao und dooyoo haben wir bereits gehört. Noch dazu haben wir viele Gespräche geführt, die natürlich dazu beigetragen haben, das Produkt zu formen.
Was die meisten dieser Plattformen gemein haben: es geht um User und um Produkte. Alle haben eine andere Ausrichtung, eine Fokussierung beispielsweise auf ein Thema wie Schenken oder Mode. Wir haben auch eine gewisse kleine Nuance, die unser Produkt von allen unterscheidet: die Art der Beteiligung der User an den Erlösen. Aber so klein ist diese Nuance gar nicht wenn man mal genauer hinguckt.
Es ist ein mannigfalitiger Unterschied, ob man jemanden am möglichen Abverkauf eines Produktes beteiligt oder an den gesamten Werbe-Erlösen der Site. Abverkäufe sind bei einer eher geringen Anzahl von Seitenaufrufen für den einzelnen User eher nicht planbar, Werbe-Erlöse schon. Zudem ist man schlichtweg nicht darauf angewiesen, das Produkt in einem guten Licht zu präsentieren, denn der Abverkauf hat im gesamten Erlös-Mix nicht die wichtigste Rolle inne.
Um es zusammenzufassen: Innovation entsteht durch Inspirationen, aber natürlich auch durch Kopieren und Nachahmen. Unser Beitrag ist vielleicht auf den ersten Blick nicht so deutlich zu sehen, aber bei genauerem Hinsehen wird der Charme unseres Konzeptes deutlich: wir beteiligen die User fair an den Erlösen der Plattform.

nach erstem mißverständnis des modells muss ich zugeben, dass das verteilen von 80% des erlöses ziemlich neu und ziemlich fair klingt. zumindest der gesamtheit der autoren gegenüber.
wie aber bekommt ein guter ausführlicher beitrag mehr traffic als ein nichtssagender zweizeiler? vielleicht kannst du das bewertungssystem mal genauer erklären. oder gibts da noch andere mechanismen?
außerdem würde mich interessieren wiegroß du das verhältnis von google-referrern zu adget-referrern schätzt.